Goldschmiedin schuf den Rissener Künstlerkreis

30.10.2011 13:41

Rissen hat mehr Künstler, als man für möglich hält. Das sagte sich die Goldschmiedin und Gestalterin Stefanie Zimmern (47) – Foto - und gründete 2006  den „Offenen Künstlerkreis“. Im Vorjahr waren gerade erst die Feierlichkeiten zum 750jährigen Jubiläum von Rissen verrauscht, da bereitete die geborene Rissenerin, die an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg und an der Werkkunstschule Flensburg studiert hat, eine neue Attraktion vor: die Mai-Ausstellung „Rissener Kunstmeile“ in den Geschäften der Wedeler Landstraße, die immer mehr an Beliebtheit gewann und inzwischen zu einer Tradition geworden ist. Die Goldschmiedin und staatlich geprüfte Gestalterin im Handwerk bedauert heute, da sie ihren Wegzug aus Rissen plant und somit ihr „Baby“ in die Hände von Bibi Gündisch übergibt, dass nicht verschiedene Kunstrichtungen in diesem Kreis vertreten sind. Heute hat sich der Kreis, der sich jeden ersten Mittwoch im Monat um 19.45 Uhr im Café Arcobaleno, Rissener Dorfstraße 56, trifft, im Wesentlichen auf Malerinnen und Maler reduziert. Jeder kann zu diesem Kreis stoßen und über Kunst mitreden. Es gibt keine offizielle Aufnahme, keine Gebühr. Stefanie Zimmern ist Mitglied in vielen Kunsthandwerk- und Künstlervereinigungen. Sie ist viel unterwegs, kann deswegen zu Hause auch auf ein Fernsehgerät verzichten. Die Preisträgerin des Wettbewerbs „Schmuck und Objekte aus Kunststoff“  beschäftigt sich neuerdings mit Mineralien und Heilsteinen. „Steine üben eine Faszination aus“, sagt sie und erfreut sich an ihrer Schönheit durch Farbe und Form. Wenn sie Ende des Jahres den „Offenen Künstlerkreis“ verlässt, wird sie eine große Lücke hinterlassen. Ihr Wunsch: Der Kreis soll offen und lebendig bleiben. Er soll Rissen beleben. 

FELIX H. BENDIG

Stefanie Zimmern


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