Internationales Kulturfest am Weltfriedenstag in Rissen

21.08.2018 07:40

(bvr) "Ein tolles, beachtliches Programm haben die Kulturschaffenden in Rissen auf die Beine gestellt", freut sich Claus W. Scheide, Vorsitzender des Bürgervereines Rissen. "Zum ersten Mal feiern wir ein Internationales Kulturfest - bei hoffentlich schönem Wetter mit einer Bühne im idyllisch gelegenen Freigelände des Hanna-Reemtsma-Hauses."

Veranstaltungstag ist der 1. September - Jahrestag des deutschen Angriffs auf Polen im Jahr 1939 und Beginn des 2. Weltkriegs. Der 1. September wird inzwischen weltweit als Weltfriedens- und Antikriegstag begangen. Zum Internationalen Kulturfest sind alle Rissener und ihre Freunde herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung wird als Mitteln des Bezirksamtes Altona finanziell gefördert.

Für die Bewirtung der Gäste mit leckeren Speisen und Getränken aus verschiedenen Ländern der Welt sorgt das Profi-Team des hauseigenen Restaurants "Kienappel" während der gesamten Veranstaltung von 13 bis 19.30 Uhr.

Der Rissener Beitrag zur Aussöhnung und zum friedlichen kulturellen Miteinander von Geflüchteten aus den Krisengebieten in Syrien, Afghanistan, Irak und Afrika mit den Menschen in Deutschland kann sich sehen und vor allem hören lassen. Der Schwerpunkt des Bühnenprogramms liegt auf der Musik. Es wurde zusammengestellt von der Kultur AG Rissen, einem lockeren Zusammenschluss von Rissener Künstlern und Kulturschaffenden. Durch das Programm führt die Moderatorin und Schauspielerin Kornelia Kirwald.

Den Auftakt um 13 Uhr gibt "Trommelpower" - mit Energie und Leidenschaft gespielt von der Trommelgruppe des Hamburger Konservatoriums mit 15 Jugendlichen unter der Leitung von Marc Socha. Anschließend singt Amirfahim Taheri traditionelle und moderne Lieder aus Persien. Um ca. 14.30 Uhr stellt sich der "Alle-Welt-Chor" vor, der jeden Freitagabend unter der Leitung von Gudrun Jehle im Rissener Bürgerhaus probt. Neue Mitsängerinnen und -sänger sind hier jederzeit herzlich willkommen.

Ab 15 Uhr liest die Hamburger Journalistin Adrienne Friedlaender aus ihrem Buch "Willkommen bei den Friedlaenders! Meine Familie, ein Flüchtling und kein Plan". Die 55-jährige Autorin wurde bekannt, als sie im Herbst 2015 ganz spontan einen 17-jährigen Flüchtling aus Syrien bei sich zu Hause aufnahm - und ihre Erfahrungen öffentlich dokumentierte.  Adrienne Fridlaender wird bei ihrer Lesung musikalisch begleitet von Anwar Talji, der die Oud spielt - eine Knickhalslaute aus dem Vorderen Orient, wichtigstes und beliebtestes Instrument in der traditionellen Folklore und in aktuellen Songs. Anschließend trägt Amir Shamzani, geflüchtet aus Syrien, kurdische Lieder vor.

Am späten Nachmittag, ab ca. 16.45 Uhr, treten zwei gut bekannte Formationen aus Rissen auf: Das Weltmusik-Ensemble "Unvorhörsehbar" unter Leitung von Wittich Fischer (Bratsche und Ukulele) und der Popchor "Gyrissmix" unter der Leitung der Gesangspädagogin und Sängerin Katharina Vogel. Die Gruppe "Unvorhörsehbar" begeistert durch ihre Vielseitigkeit und Improvisationsfreude. Die sechs Musiker/innen spielen Balkan-, Roma- und Klezmermusik und singen in Romani, Jiddisch, Griechisch, Serbisch oder Ungarisch. Der Popchor "Gyrissmix" gehört zu jedem Fest in Rissen und bringt das Publikum gehörig in Schwung. Zum Kulturfest kommen die "Gyrissmix" mit einer Zusammenstellung internationaler Popsongs, die quer durch alle Altersgruppen und Nationalitäten bekannt und beliebt sind - und zum Mitsingen einladen. Zwischen diesen beiden Auftritten ertönen noch einmal die Oriental Drums mit traditioneller Musik und Tanz aus dem Orient.

In den Pausen zwischen den musikalischen Darbietungen laden Rissener Malerinnen zu einer Kunstaustellung in den Pavillon ein. Die Künstlerin und Kunstpädagogin Bibi Gündisch stellt Werke aus der Gemeinschaftsaktion von Rissenern und Geflüchteten vor, die unter Anleitung in mehreren Workshops entstanden sind. Alle Kinder sind zu einer anregenden Malaktion eingeladen, die von der Designerin Andreea Zecheru angeboten wird. Im Pavillon ist außerdem die Ausstellung "Instrumente zum Anfassen" zu besichtigen. In Deutschland ungewohnte Musikinstrumente aus dem Orient, aus Afrika und Asien können hier in die Hand genommen und ausprobiert werden. Alice Green vom Hamburger Konservatorium erläutert dazu, wie die Instrumente gespielt werden und wo man sie in Hamburg erlernen kann.

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